Zukunft gestalten und leben

Häuser und Digitalisierung

Porträt eines älteren Herrn mit Brille, er lacht.

Rund zwei Jahre lang dauerte die Vorbereitung, im vergangenen Jahr konnten wir endlich den Startknopf drücken: Die Umsetzung der Häuserstrategie 2030+, ein breit aufgestelltes Bau- und Entwicklungsprogramm, das sämtliche Bereiche der Häuser zum Leben betrifft, ist in vollem Gange. Entwickelt wurde sie im Zuge eines aufwendigen Strategieprozesses, den wir gemeinsam mit unserem Fördergeber, dem Fonds Soziales Wien, und der Stadt Wien aufgesetzt und durchgeführt haben. In den kommenden vier Jahren werden 450 zusätzliche Pflegeplätze, umfangreiche Umbauten in mehreren Gebäuden und vor allem der Neubau der Häuser Haidehof und Maria Jacobi realisiert. Mit kleinteiligen, flexibel nutzbaren Einheiten können wir unseren Bewohner*innen das bieten, was optimal für ihre jeweilige Lebenssituation ist.

Dazu trägt auch unsere IT-Abteilung bei: Hier arbeiten wir laufend an neuen Angeboten und vor allem an Effizienzsteigerungen für unseren täglichen Betrieb. Ziel ist es, unsere Mitarbeiter*innen so weit wie möglich bei bürokratischen Arbeiten zu entlasten und so eine noch bessere Betreuung unserer Bewohner*innen und Kund*innen sicherzustellen.

Abriss und Neustart

Rückbau Haus Haidehof abgeschlossen

Große Meilensteine haben wir im vergangenen Jahr bei unseren Neubauprojekten Haus Haidehof und Haus Maria Jacobi gesetzt: Der Rückbau des Hauses Haidehof in Simmering wurde plangemäß umgesetzt. Inzwischen sind wir in der Detailplanung und Vorbereitung der weiteren Schritte für die Realisierung. Insgesamt wird das neue Haus Haidehof 140 Pflegeplätze und 140 Plätze für betreutes Wohnen bieten. Für beide Neubauten – inklusive der Errichtung geförderter Wohnungen auf den jeweiligen Liegenschaften – haben wir im Herbst das Bauträgerverfahren abgeschlossen. Die beiden Projekte werden in den kommenden Jahren vom gemeinnützigen Bauträger Sozialbau in enger Abstimmung mit unserem Projektteam unter der Koordination des Bereichs Pflege und Betreuung umgesetzt.

Mehr Platz für Pflege

Neue Stationen in drei Häusern

Neben den Vorbereitungsarbeiten für die Neubauprojekte haben wir die Umbauarbeiten für neue Pflegestationen in den Häusern Föhrenhof, Trazerberg und An der Türkenschanze beendet. Neben der Attraktivierung der Standorte wurden hier insgesamt 155 zusätzliche Pflegeplätze geschaffen. Allein im Haus An der Türkenschanze haben wir zwei neue Stationen mit 56 zusätzlichen Plätzen errichtet, wodurch das Angebot auf insgesamt 92 Pflegeplätze in modernen, kleinteiligen und flexibel nutzbaren Einheiten erhöht werden konnte.

Partner in der Not

Neues Zuhause für Kursana-Senior*innen

Es war für viele Bewohner*innen und Angehörige ein Schock, als überraschend die Schließung des Kursana-Pflegewohnhauses Wien-Tivoli verkündet wurde. Die Häuser zum Leben haben sich auch hier als verlässlicher Partner in der Not erwiesen. In kürzester Zeit konnten wir im Haus Trazerberg 31 betroffene, pflegebedürftige Senior*innen aufnehmen. Zusätzlich haben wir 18 Fachkräfte der Einrichtung bei uns aufgenommen.

Networking mit Mehrwert

Expert*innen-Austausch mit Grazer Kolleg*innen

Der Blick über den Tellerrand ist uns immer wichtig. Unsere Mitarbeiter*innen in allen Bereichen suchen stets nach Verbesserungen, Effizienzsteigerung und noch umfangreicheren Angeboten für unsere Bewohner*innen. Durch den regelmäßigen Austausch mit Kolleg*innen und Expert*innen aus anderen Institutionen, Kulturen und Städten lernen wir auch andere, für uns mitunter neue Wege kennen. Im vergangenen Jahr hatten wir dazu ein Vernetzungstreffen mit dem Geriatrischen Gesundheitszentrum Graz. In verschiedenen Formaten haben wir uns über Perspektiven in der Langzeitpflege, die Rolle der Digitalisierung, Innovationen und Qualitätsmanagement ausgetauscht.

Zusammen sind wir sicherer

Kooperation mit der Wiener Polizei

Wir wollen den Bewohner*innen in unseren Häusern zum Leben ein selbstbestimmtes Älterwerden ermöglichen – und das in Sicherheit. Sie sollen sich bei uns wohlfühlen, ihr Leben genießen können, aber auch potenzielle Gefahren (er)kennen und imstande sein, darauf adäquat zu reagieren. Durch unsere enge Zusammenarbeit mit der Wiener Polizei können wir hier laufend Verbesserungen erzielen.

Ein zentraler Bestandteil der Kooperation ist unter anderem die laufende Überarbeitung und Anpassung der Sicherheitsmaßnahmen und -konzepte in den Häusern. Wir stimmen uns regelmäßig mit den jeweiligen Grätzlpolizist*innen ab, die auch gezielt für Informationen oder Beratungsgespräche mit Bewohner*innen zur Verfügung stehen. Durch Aufklärung und Prävention können viele Gefahren reduziert oder ganz eliminiert werden.

Effizienz steigern

Projekt HausBüro neu

An all unseren Standorten sind die jeweiligen HausBüros erste Anlaufstellen für unsere Bewohner*innen und Besucher*innen sowie Kund*innen. Die Mitarbeiter*innen managen den Empfang, koordinieren Veranstaltungen, unterstützen die Verwaltung in vielen Bereichen – sprich: Die HausBüros sind die Schaltzentren, die den reibungslosen Alltag in unseren Häusern sicherstellen. In unserem nun gestarteten unternehmensweiten Prozess HausBüro neu geht es darum, Abläufe zu vereinheitlichen sowie die besten Ideen und Herangehensweisen einzelner HausBüros zusammenzuführen und in weiterer Folge für alle zu standardisieren. Ziel ist ein modernes und zukunftsfittes HausBüro mit klaren Strukturen und Abläufen.

Eine Seniorin von hinten sitzt an einem Computer, an dem sie Essen bestellt.

Entlastung durch KI

Mehr Zeit für unsere Bewohner*innen

Wer heute Digitalisierung sagt, kommt am Thema Künstliche Intelligenz nicht vorbei: Natürlich ist sie auch in unserem Bereich eine große Chance. Im Fokus steht beim Einsatz von Technologien in den Häusern zum Leben immer der Mehrwert für unsere Bewohner*innen, Kund*innen und Mitarbeiter*innen. In mehreren Workshops haben wir daher die Einsatzmöglichkeiten von KI-gestützten Assistenzsystemen für unterschiedliche Berufsgruppen in unseren Häusern vorgestellt und erprobt.

Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sind nun Grundlage für weitere Schritte in unserer Digitalisierungsoffensive. Denn es herrschte Einigkeit: In manchen Bereichen können diese unterstützenden Anwendungen zu mehr Effizienz und damit zu einer Entlastung der Mitarbeiter*innen beitragen. Und das kommt wiederum unseren Bewohner*innen und Kund*innen zugute.

Festival-Auftritt

Die Häuser zum Leben bei den "Digital Days"

Einen Einblick in die IT-Welt und -Perspektiven der Häuser zum Leben konnten wir bei den „Digital Days 2025“ – dem Digitalisierungsfestival der Stadt Wien – im Technischen Museum gewähren. Im Panel „Gesundheit & KI: Der Mensch im Mittelpunkt“ präsentierten wir das breite Spektrum an IT-Leistungen, das den Alltag von Bewohner*innen, Klubbesucher*innen und Mitarbeiter*innen wirkungsvoll unterstützt. Die menschzentrierte Digitalisierung im Gesundheits- und Pflegebereich trägt maßgeblich dazu bei, die Lebens- und Arbeitsqualität in unseren Häusern zu steigern.

Virtuell lernen und erleben

Neue Anwendungen aus dem Virtual Reality Lab

Seit Jahren sind wir Vorreiter beim Thema Virtual Reality im Bereich der Pflege und Betreuung. Zahlreiche Schulungsprogramme für unsere Kolleg*innen haben wir schon erfolgreich umgesetzt und etabliert. Im vergangenen Jahr sind wieder neue Formate dazu gekommen. Unter anderem das Schulungsprogramm „Herausfordernde Situationen“, das Mitarbeiter*innen auf komplexe Momente im Alltag vorbereitet – realitätsnah und interaktiv. Neue, motivierende und abwechslungsreiche Trainings hat unser internes Virtual Reality Lab auch für die Remobilisationsstationen in den Häusern erarbeitet.

300
Arbeitsplätze wurden von uns serviciert,
230 neu aufgebaut
1
Notebooks und PC wurden getauscht oder ausgegeben
15000
Mal wurde per Teams telefoniert
1000000
Teams Nachrichten wurden geschrieben