Ehrenamt und Zivildienst
Ihr Beitrag ist vielfältig: Sie schenken Zeit, Aufmerksamkeit und Gespräche. Sie begleiten bei Spaziergängen, unterstützen bei Veranstaltungen, musizieren, helfen bei organisatorischen Aufgaben und bringen neue Impulse ins Hausleben ein. Sie machen ihren „Job“ richtig gut, denn unzweifelhaft bereichert das Engagement unserer Ehrenamtlichen das Leben unserer Bewohner*innen.
Auch 2025 durften wir uns über das große Engagement unserer freiwilligen Unterstützer*innen freuen. Mittlerweile engagieren sich 680 ehrenamtliche Mitarbeiter*innen in unseren Häusern und Klubs. Gemeinsam leisteten sie mehr als 29.000 Stunden. Damit bleibt das – übrigens zu fast 80 Prozent weibliche – Ehrenamt eine tragende Säule unseres Alltags.
Charmantes Detail am Rande: Besonders viele „Gabrieles“ bereichern aktuell unsere Häuser. Abseits der Komponente des Geschlechts ist eines auffallend: Das Engagement wird jünger und vielfältiger. Woche für Woche erreichen uns zwei bis drei neue Anfragen über das Ehrenamts-Postfach. Oft melden sich ganze Familien an. Im Durchschnitt engagieren sich pro Haus zwischen zehn und zwanzig Personen. Spitzenreiter ist das Haus Leopoldau mit 26 Ehrenamtlichen.
Dieser Einsatz entsteht aber nicht zufällig: Wir machen das Ehrenamt sichtbar, stärken es und entwickeln es weiter. 2025 war auch ein Jahr der aktiven Vernetzung: Beim Social Active Day der Wiener Städtischen Versicherung engagierten sich Mitarbeiter*innen eines Partnerunternehmens in unseren Häusern. Im Rahmen der WienXtra-Woche entstanden generationenübergreifende Projekte mit Schulen und Kindergärten.
Darüber hinaus präsentierten wir unsere Arbeit bei der Wiener Freiwilligenmesse sowie bei YOVO (Young Volunteers) und waren beim Freiwilligenkongress vertreten, wo unter anderem die Digitalisierung in der Freiwilligenarbeit thematisiert wurde. Unser Anspruch bleibt klar: Wir wollen optimale Rahmenbedingungen schaffen – vom Erstgespräch über die Einschulung bis hin zu Fortbildungsangeboten und Netzwerkveranstaltungen. Ehrenamt soll bei uns professionell begleitet, wertgeschätzt und nachhaltig verankert sein.
Generationenübergreifend
Miteinander Leben als Erfolgsmodell
Ein besonders lebendiges und sichtbares Zeichen für generationenverbindendes Engagement ist unser Modell „Junges Wohnen“. Im Jahr 2025 wohnten 64 Auszubildende und Studierende Tür an Tür mit älteren Menschen und gestalteten den Alltag aktiv mit. Im Gegenzug für günstigen Wohnraum engagieren sie sich monatlich ehrenamtlich mit viel persönlichem Einsatz für unsere Bewohner*innen. Ihr Beitrag ist vielseitig. Sie unterstützen bei Fragen rund um Smartphone, Tablet oder Laptop, helfen beim Einrichten von Apps oder beim Videotelefonieren mit Angehörigen. Sie begleiten zu Veranstaltungen, Spaziergängen oder Arztterminen.
Oft sind es aber gerade die einfachen Momente, die besonders zählen: ein Gespräch auf der Bank im Garten, gemeinsames Lachen beim Spielenachmittag oder das geduldige Zuhören bei Lebenserinnerungen. Dabei entsteht weit mehr als praktische Unterstützung. Es entsteht Beziehung. „Junges Wohnen“ zeigt eindrucksvoll, dass Solidarität keine Einbahnstraße ist. Jung und Alt unter einem Dach – das ist in den Häusern zum Leben keine Vision und kein theoretisches Konzept, sondern gelebte Realität im Alltag.
Zivis im Einsatz
Junge Menschen mit sozialer Kompetenz
Der Zivildienst und das freiwillige Sozialjahr bringen engagierte, reflektierte junge Menschen in unsere Häuser, die mit Offenheit, Empathie und Tatkraft unseren Alltag bereichern. Im Jahr 2025 standen 183 Zivildiener im Einsatz und unterstützten in unterschiedlichsten Bereichen. Mit ihrer Präsenz bringen sie nicht nur praktische Hilfe, sondern auch Lebendigkeit ins Haus. Auch das Freiwillige Soziale Jahr gewinnt weiter an Bedeutung.
Nachdem 2023 elf junge Menschen diesen Weg bei uns eingeschlagen hatten, waren es 2024 bereits 14 und auch im Jahr 2025 entschieden sich 14 junge Menschen für ein Freiwilliges Soziales Jahr in unseren Häusern. Für sie ist dieses Jahr eine Phase der Orientierung und persönlichen Weiterentwicklung. Sie übernehmen Verantwortung, wachsen an neuen Aufgaben und sammeln prägende Erfahrungen im Umgang mit älteren Menschen.