Gastronomisches Management
Was wir am liebsten tun? Kochen! Für unsere Bewohner*innen, für die Klubbesucher*innen, die MarktPlätze, unsere gemeinnützigen Kund*innen und neuerdings auch für die Besucher*innen der neuen Sport Arena Wien. Unsere Gerichte aus den 30 Frischküchen und der Zentralpatisserie im Haus Hohe Warte schmecken einer immer größer werdenden Gruppe. Kein Wunder: Wir kochen mit Liebe, Engagement und perfekt organisiert. Anders wäre es für unsere rund 800 Mitarbeiter*innen nicht möglich, täglich fünf Mahlzeiten auf die Teller von mehr als 8.500 Menschen zu zaubern.
Was wir sonst noch können? Wir sind es gewohnt, zum besten Preis und zum Wohle unserer Kund*innen einzukaufen. Daher wurden wir von der Geschäftsleitung mit dem Projekt Zentraler Einkauf für alle Bereiche der Häuser zum Leben beauftragt. Das Großvorhaben zur Vereinheitlichung des Beschaffungswesens haben wir mit Ende 2025 zu 99 Prozent umgesetzt und damit an die Kolleg*innen des Bereichs Finanzen zur Abwicklung übergeben. Bis dahin haben wir Prozesse vereinheitlicht, Rahmenverträge entwickelt, Artikelbereinigungen durchgeführt, Kolleg*innen geschult und vieles mehr. Allein 2025 haben wir 116 Vergabeverfahren nach dem Bundesvergabegesetz durchgeführt, 48 davon lagen im Oberschwellenbereich. Das abgewickelte Gesamtvolumen lag im vergangenen Jahr bei mehr als 117 Millionen Euro.
In unseren Küchen haben wir unsere hohen Ansprüche weiterverfolgt: beste Qualität, regionale Lebensmittel, immer wieder neue Ideen und Produkte. Wir wollen, dass es den Menschen, die ihr Essen von uns bekommen, gut geht. Dass es ihnen schmeckt. Und dass wir so einen Beitrag zu ihrer Lebensqualität leisten können. Ein wichtiger Faktor dabei ist, alle unsere Kund*innen zufriedenstellen zu können. Besonders auch jene, die aufgrund von Schluckbeschwerden Schwierigkeiten haben mit festem Essen. Für sie haben wir die Forschungsküche gegründet, die inzwischen etabliert und mehrfach preisgekrönt ist. Dort entwickeln wir Speisen, die leicht konsumierbar sind und optisch trotzdem ansprechend aussehen. Das Auge isst mit! Und Freude an der Kulinarik ist das Wichtigste, zu jedem Zeitpunkt des Lebens.
Genussvoll essen ...
... mit Liebe am Teller
Diesen Genuss am Essen wollen wir vermitteln. Mit unserem Konzept Liebe am Teller zeigen wir, was wir damit meinen. Vor allem Menschen mit besonderen Bedürfnissen, die an Kau- und Schluckbeschwerden, Demenz, Mangelernährung oder anderem leiden, bieten wir mit unseren laufend neu entwickelten Speisen mehr Spaß am Essen und damit mehr Qualität im Leben. Das wollen wir auch unseren Kolleg*innen in der Pflege und Betreuung vermitteln.
Sie sind es, die täglich im direkten Kontakt mit unseren Bewohner*innen stehen, die deren Bedürfnisse und Wünsche kennen – und damit auch entsprechend reagieren können. Im vergangenen Jahr konnten wir im Rahmen von Liebe am Teller bereits 80 Genussspezialist*innen informieren und schulen. Auch über die digitale Lernplattform EGON haben wir ein Programm mit den wichtigsten Informationen angeboten.
d'Kuchl goes public
Noch mehr Genießer*innen durch unser neues Unternehmen
Lange haben wir uns darauf vorbereitet, im vergangenen Jahr war es dann endlich so weit: Die Gründung der d’Kuchl HzL GmbH. Was das ist? Das ist d‘Kuchl zum Leben, mit der wir unsere externen Kund*innen noch besser versorgen können und neue Geschäftsfelder im nicht gemeinnützigen Bereich erschließen werden. Schon bisher haben wir pro Jahr rund eine Million Portionen hochwertiges Essen an soziale Einrichtungen sowie vor allem an Kindergärten und Schulen ausgeliefert.
Mit der neuen Gesellschaft beliefern wir künftig auch Unternehmen, die gutes, frisches Essen für ihre Mitarbeiter*innen anbieten wollen, Veranstaltungen und vieles mehr. Ein erster großer Schritt ist unsere d’Kuchl in der neuen Sport Arena Wien, die Mitte des Jahres mit einem Soft-Opening und im Herbst offiziell in Betrieb genommen worden ist. Dort versorgen wir die Sportler*innen und Besucher*innen mit unseren frisch gekochten Spezialitäten.
Frisches aus dem Glasl
s'Glasl jetzt auch mit gemixter Kost
Eine Erfolgsgeschichte findet ihre Fortsetzung: Unsere aus frischen Zutaten gekochten, gesund und einfach aufwärm- und genießbaren Speisen aus dem Glas sind künftig nicht nur in unseren MarktPlätzen und in Klubs verfügbar, sondern können über unsere d’Kuchl zum Leben künftig von allen Wiener*innen bezogen werden. Und darauf sind wir besonders stolz: Seit vergangenem Jahr gibt es für Menschen mit Kau- und Schluckbeschwerden das s’Glasl gemixt. Unsere Forschungsküche hat sich hier auf drei Wiener Klassiker konzentriert: Frankfurter Würstel mit Saft, Paprikahendl und Kalbsbutterschnitzel mit Saft.
Noch mehr Augenblicke
Unser Demenzrestaurant auf Tour
Was als interdisziplinäre Idee begann, ist nun schon eine Institution: Unser Demenzrestaurant Zum Augenblick erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Was im Haus Döbling begann, wurde 2025 als Pop-up-Variante auch in den Häusern Leopoldau, Schmelz und Rudolfsheim angeboten. Es ermöglicht demenziell erkrankten Menschen mit ihren Partner*innen, Familien und Freund*innen ein genussvolles Essen in Restaurantambiente.
Unsere Mitarbeiter*innen aus der Küche, dem Service, dem Kompetenzteam Demenz in der Pflege und Betreuung sowie der Diätologie sorgen im Augenblick für unvergessliche Momente und ein bisschen Normalität im Leben mit Demenz – ohne Unsicherheiten und ohne Angst vor verstohlenen Blicken von den Nachbartischen.
Essen nach Wahl
Das La Carte Lehrlingsrestaurant hat geladen
Essen à la carte bieten unsere Lehrlinge im zweiten Lehrjahr seit ein paar Jahren regelmäßig ihren Gästen. Statt vorgegebener Menüs lernen sie hier den Alltag und Betrieb in einem normalen Restaurant oder Gasthaus kennen: Service, Flexibilität und der Umgang mit Gästen mit unterschiedlichen Wünschen bereiten die jungen Mitarbeiter*innen auf den Beruf auch außerhalb der Häuser zum Leben vor. Wie immer war das Pop-up-Restaurant ein großer Erfolg und eine wichtige Erfahrung für die Teilnehmer*innen.
Spaß im Team
Das Koch-Duell schweißt zusammen
Einander im Wettbewerb kennenlernen, gemeinsam Spaß haben – und dann noch gut essen: Das ist die Idee hinter unserem Format Koch-Duell. Jeweils vier Köch*innen aus unterschiedlichen Bereichen oder Häusern treten gegeneinander an und werden durch Votings der Kolleg*innen bewertet. Schon zwei Wochen vor dem eigentlichen Duell gibt es Challenges für die Teams, wo sie sich kleine Vorteile für den Hauptevent sichern können.
2025 traten die Häuser Penzing und Gustav Klimt sowie – hausintern – Teams aus dem Haus Tamariske gegeneinander an. Die Koch-Duelle wird es auch in Zukunft geben. Sie steigern die Mitarbeiter*innenbindung, den Zusammenhalt und sorgen für gute Laune.