Wirtschaft und Finanzen

Kapazitäten und Auslastung

In allen Lebenslagen für die Bedürfnisse der BewohnerInnen da: Das breite und ständig weiterentwickelte Angebot der Häuser zum Leben ermöglicht die individuelle Versorgung sowohl im Wohnbereich als auch im stationären Bereich. Die Häuser zum Leben richten sich dabei stets nach den Anforderungen und den sich wandelnden Bedürfnissen und Bedarfen der Menschen. Während sich die Anzahl der Einzel- und Doppelappartements
2020 aufgrund von Sanierungsarbeiten leicht reduzierte, wurden insgesamt 34 zusätzliche Betreuungsplätze im stationären Bereich sowie 30 weitere
in den neuen Remobilisationsstationen geschaffen. Bei diesen wurde die Kapazität innerhalb von nur einem Jahr um rund 45 Prozent gesteigert. Ebenfalls bemerkenswert: Die zwei erstmals im Vorjahr eingeführten stationären Hospizplätze wurden um sechs weitere ergänzt – eine Steigerung um 300 Prozent.

Die Gesamtplätze im Wohnbereich blieben im Vergleich zum Vorjahr auf konstant hohem Niveau. Das Gesamtkontingent wurde durch den in den
vergangenen beiden Jahren vorangetriebenen Ausbau der Betreuungsplätze im stationären Bereich in Kombination mit der Erweiterung der Remobilisationsstationen um elf Plätze auf 8.884 angehoben. Das entspricht beinahe wieder dem Niveau des Jahres 2016. Die Grafik auf der folgenden Seite zeigt die Übersicht der Kapazitäten aller 30 Häuser zum Leben zum Stichtag 31.12.2020.

Auslastung 2020

Die Kapazität war so hoch wie seit 2016 nicht mehr. Dennoch gab es 2020 eine vergleichsweise niedrige Auslastung von 91,87 Prozent. Das lässt sich in erster Linie auf die coronabedingt niedrige Belegung des befristeten Wohnens sowie das starke erweiterte Angebot in den Remobilisationsstationen zurückführen. Die
Auslastung des erst 2018 stark erweiterten befristeten Wohnens sank von rund 45 auf gerade einmal 29 Prozent. Da es sich hier um ein temporäres Angebot mit notwendig höherer Kapazität für den Fall der Fälle handelt, ist die durchschnittliche Belegung mit etwas unter 50 Prozent traditionell niedrig. Aufgrund der Einschränkungen der Pandemie wurde der Service 2020 entsprechend weniger nachgefragt. Das wird sich in den kommenden Jahren wieder ändern. Im Vorjahr offenbarte die mit knapp 97 Prozent enorm hohe Auslastung der Remobilisationsstationen hingegen den dringenden Bedarf nach einer Ausweitung des Angebots. Das äußerte sich in absoluten Zahlen mit einem Plus von über 5.000 Belagstagen. Durch die Erweiterung wird der Auslastungsgrad auch künftig weiter zunehmen. Das erst im Herbst 2019 neu eingeführte stationäre Hospiz erfuhr nach der massiven Kapazitätserweiterung von 182 auf 2.717 Belagstage gleich im ersten Jahr des Vollbetriebs mit 84 Prozent eine hohe Auslastung.

Umsetzungsgrad Unterstütztes und Betreutes Wohnen

Das Pflege- und Betreuungsangebot in den Häusern zum Leben ist auch in Zukunft garantiert. Die Grundlage
schaffte das KWP mit der am 1. 1. 2012 eingeleiteten Umstellung der Leistungsangebote Unterstütztes und Betreutes Wohnen und der damit verbundenen Einführung der Vollkostentarife. Erwatungsgemäß erhöht sich seither die Anzahl der BewohnerInnen mit neuem Betreuungsvertrag. Inzwischen haben mehr als 79 Prozent der BewohnerInnen sämtlicher Pflegegeldstufen die neue vertragliche Grundlage. Selbst wenn die BewohnerInnen des Unterstützten Wohnens hinzugezählt werden, sind es beachtliche 78 Prozent. Hält der Trend an, wird die Umstellung bis ins Jahr 2023 abgeschlossen.

Umsetzungsgrad stationärer Bereich

Zwei Drittel erledigt, das letzte Drittel im Blick: Die erwartungsgemäß länger andauernde Umstellung auf den Vollkostentarif im stationären Bereich wurde im Jahr 2020 bereits zu 73 Prozent erreicht – eine Steigerung um 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hält der Trend an, was durchaus erwartet werden kann, wird die Umstellung auf die Vollkostentarife im stationären Bereich voraussichtlich im Jahr 2025 abgeschlossen.