Für die Menschen:
Gesund und voller Engagement

So vielfältig, wie unsere BewohnerInnen und deren Bedürfnisse sind, so vielfältig sind auch die Persönlichkeiten, Bedürfnisse und Kompetenzen unserer Teammitglieder. Unsere Aufgabe ist es, durch eine Vielzahl von Maßnahmen für ein gesundes Arbeitsumfeld und Freude am Job zu sorgen.

Mag.a Karin Schweinegger | Bereich Human Resources

Bei uns steht nicht nur die Gesundheit der BewohnerInnen im Fokus. Unser größtes Kapital sind unsere MitarbeiterInnen. Sie sind es, die sich um unsere SeniorInnen kümmern, die die Klubs zu lebendigen, unterhaltsamen Bestandteilen des Alltags der Menschen machen, die die Häuser und die Technik am Laufen halten, die Schmankerl auf die Tische zaubern und die mit vollem Engagement jeden Tag für ein gutes Miteinander in unseren Häusern zum Leben, in der Zentrale und in den PensionistInnenklubs sorgen.

Die vergangenen Jahre und Monate haben uns das auf beeindruckende Weise bestätigt. Um dem Stellenwert der Kolleginnen und Kollegen voll gerecht zu werden, haben wir den gesamten Bereich Human Resources neu aufgestellt. Seit Mai 2021 sind alle Personalthemen in einem Bereich zusammengefasst. Recruiting und Personalentwicklung, Administration, die Verrechnung, Gesund- Für die Menschen: Gesund und voller Engagement heitsförderung, Diversity Management, Personalplanung und -steuerung sowie Arbeitsrecht liegen nun in den Händen einer Abteilung.

Entsprechend umfangreich waren die Aktivitäten für unsere MitarbeiterInnen im vergangenen Jahr. Wir haben vor allem in der Gesundheitsförderung zahlreiche Aktionen gestartet und Angebote entwickelt. Auch die regelmäßigen Mitarbeitergespräche werden – auf vielfachen Wunsch – wieder durchgeführt. Im Herbst war eine neue Human-Resources-Kampagne mit City-Lights, Anzeigen und Videos am Start, um neue MitarbeiterInnen zu rekrutieren.

Nur zufriedene, gesunde MitarbeiterInnen können die hohen Anforderungen in den Häusern zum Leben zum Wohle der BewohnerInnen erfüllen. Ihr hohes Engagement haben sie in den vergangenen Jahren vielfach bewiesen. Es ist an uns, ihnen das mit entsprechender Unterstützung zurückzugeben.

miteinander

Ein Team für die Anliegen der KollegInnen

Gesundheit, Diversität und Wiedereingliederung: Das sind die großen Themenkreise, um die sich die Abteilung miteinander kümmert. Das Team organisiert und reagiert, es hört zu und gibt Tipps – kurz gesagt: Es ist für alle KollegInnen im KWP da, egal ob Führungskraft oder Lehrling.

Vorträge, Workshops, Ask-and-go-Runden, Beratungsgespräche, Kampagnen und Aktionen zur Förderung der physischen und psychischen Gesundheit standen das ganze Jahr über auf dem Programm. Im Frühjahr etwa startete miteinander eine Kampagne zum Thema „Sexuelle Belästigung“. In Videos und auf Plakaten wurde niederschwellig informiert, gleichzeitig hat ein interdisziplinäres Team einen Leitfaden für den Umgang mit diesem Thema in den Häusern zum Leben erwartet.

Achtsam arbeiten

Tipps und Tricks zur Entspannung zwischendurch

Einfach mal tief durchatmen, kurz Zeit für sich selbst finden, an die frische Luft gehen: Diese und andere Tipps hat das Team von miteinander für die KollegInnen gesammelt und kommuniziert. Mit Seminaren und Vorträgen wurde das Thema breit gestreut. So konnten die MitarbeiterInnen mit Lachyoga Kraft tanken, künstlerisch zu mehr Ruhe kommen, mit einem Achtsamkeits-Survival-Kit Übungen für stressige Zeiten erlernen oder beim Qi Gong durchatmen. Tipps für das Homeoffice, für Bewegung zwischendurch und ein gelungenes Zeitmanagement runden das Angebot ab. Besonders gut angekommen sind die Schulter- und Nackenmassagen für die BüromitarbeiterInnen sowie die aktive Mittagspause mit einer Personal Trainerin.

Gesund zurück

Leitfaden für Wiedereingliederungen

Wer länger krank ist und nicht zur Arbeit gehen kann, verliert oft und leicht den Kontakt zum Berufsalltag und zu den KollegInnen. Flexible Wiedereinstiegsmodelle sind ein großes Thema bei miteinander. Beratungsgespräche für Führungskräfte und für die MitarbeiterInnen, Konfliktmanagement und ein konkreter Leitfaden sollen helfen, dass KollegInnen nach längerer Auszeit rasch wieder Anschluss finden. Erarbeitet wurde der Leitfaden von den ExpertInnen aus der Arbeitsmedizin und dem Personalbereich.

Gesund bleiben

Arbeitsmedizin als Dauereinrichtung

Damit es erst gar nicht so weit kommt, dass MitarbeiterInnen länger im Krankenstand sein müssen, hat das KWP im vergangenen Jahr zwei Arbeitsmedizinerinnen fix angestellt. Sie haben nicht nur Grippe- und Corona-Impfungen bestellt und auch gleich durchgeführt, sondern stehen den MitarbeiterInnen auch abseits davon mit Rat und Tat zur Seite. Sie bieten arbeitsmedizinische Beratung an und unterstützen mit ihrer Expertise auch die einzelnen Häuser zum Leben und die Klubs in Sachen Gesundheit.

Kürzer arbeiten

Die 37-Stunden-Woche hält Einzug im KWP

Weniger Arbeitszeit bei gleichem Lohn: Diese Verbesserung der Arbeitsbedingungen gilt seit 1. Jänner 2022 für die MitarbeiterInnen der Häuser zum Leben. Die Umstellung auf die kürzere Arbeitszeit ist im vergangenen Jahr vorbereitet und an die MitarbeiterInnen kommuniziert worden. Sie ist eines der Ergebnisse der Kollektivvertragsverhandlungen im Jahr 2020, bei der die InteressenvertreterInnen für das Jahr 2022 eine Reduktion der Wochenstunden von 38 auf 37 vereinbart haben. Alle Vollzeit-MitarbeiterInnen arbeiten daher eine Stunde weniger pro Woche bei gleicher Entlohnung. MitarbeiterInnen, die weniger als 37 Stunden arbeiten, erhielten eine Entgelterhöhung von 2,7 Prozent. Die wichtigsten Fragen der KollegInnen zu diesem Thema wurden in einem Fragenkatalog gesammelt und bearbeitet.

Besser erfasst

Das neue Arbeitszeitmanagement vereinfacht die Zeiterfassung

Zeiterfassung kostet Zeit – und mitunter auch Nerven. Das soll in den Häusern zum Leben bald Vergangenheit sein. Mit dem neuen Arbeitszeitmanagement- System werden die Dienstplanung, die Zeiterfassung, die Zeitabrechnung, die Genehmigungsworkflows und die Arbeitszeit- Reports ermöglicht und vereinfacht. Im vergangenen Jahr hat das KWP die Einführung einer digitalen und den Bedürfnissen der MitarbeiterInnen angepassten Lösung unter Begleitung durch das Beratungsunternehmen Devoteam ausgeschrieben und einen Bestbieter ermittelt. Jetzt wird das System beauftragt und umgesetzt.

Zu Hause arbeiten

Bestens ausgerüstet im Homeoffice

Was im ersten Pandemiejahr aufgrund fehlender technischer Infrastruktur und Praxis noch für Probleme sorgte, ist in der Arbeitswelt des KWP inzwischen geregelt und gut organisiert angekommen: Homeoffice für jene MitarbeiterInnen, die ihre Arbeit auch außerhalb des Büros erledigen können und wollen. Die Ausstattung mit technischen Geräten wie Laptops und Smartphones wurde massiv ausgebaut. Damit hat es das Unternehmen geschafft, auch in den Lockdowns stets die Arbeit aufrechtzuerhalten. Mittels Videokonferenzen waren auch Besprechungen, Weiterbildungen und der Kontakt untereinander möglich.

Gemeinsam führen

Die Vorteile der geteilten Führung

Manchmal sind es Zufälle und Umstände, die zu neuen Wegen führen. Beim Modell der geteilten Führung in den Häusern zum Leben war es eine Schwangerschaft – und der Wunsch der Abteilungsleiterin, nach der Geburt des Kindes Teilzeit zu arbeiten. Das Ergebnis war ein Zweierteam, das nun die Leitungsfunktion teilt – und ein Konzept, das auch andere Abteilungen leben können, wenn sie es wollen.

Die geteilte Führung erfordert allerdings viel Feingefühl: Die PartnerInnen müssen einander vertrauen, müssen sich gegenseitig und die jeweiligen Stärken und Schwächen des Gegenübers kennen. Schließlich müssen sie sich über gemeinsame Ziele und Werte in ihrer Arbeit einigen. Die Vorteile und Erfahrungen im „Pilotprojekt“ waren überzeugend: Mit einem Sparringpartner bringt man oft mehr weiter, individuelle Potenziale werden optimal genutzt, die MitarbeiterInnen haben immer einen Ansprechpartner, der Output bei diversen Aufgaben wird vielfältiger.

Job mit Zukunft

Das KWP ist Teil der "Pflege Zukunft Wien"

Fachkräfte zu finden ist inzwischen in vielen Branchen eine große, fast unmögliche Herausforderung. Gerade in den Pflegeberufen fehlen in Österreich Tausende MitarbeiterInnen. Die Häuser zum Leben sind ständig auf der Suche nach qualifizierten KollegInnen. Mit der Ausbildungsoffensive „Pflege Zukunft Wien“ wollen der Fonds Soziales Wien und seine Kooperationspartner Wiener Gesundheitsverbund und FH Campus Wien Menschen motivieren, eine Ausbildung in diesem Bereich zu absolvieren. Einerseits geht es um eine Aufwertung des Ausbildungssystems, andererseits um grundlegende Information über die Pflegeberufe. Im Zuge der Initiative werden mehr als 1.500 Ausbildungsplätze geschaffen. Seit Herbst wird mittels einer großen Kampagne breit über die Möglichkeiten in Pflegeberufen informiert.

Elektronisch besser werden

Ausbau des E-Learning-Angebots

MitarbeiterInnen fördern, Aus- und Fortbildung, zugeschnitten auf die jeweiligen Bedürfnisse: Das ist uns beim KWP ein großes Anliegen. Mit der Digitalisierungsoffensive der vergangenen Jahre, beschleunigt noch durch die besonderen Anforderungen während der Pandemie, bauen wir auch unser E-Learning-Angebot laufend aus. Videos, spielerische Lernangebote, interaktive Einheiten und viel Wissen stecken in den unterschiedlichen Modulen, die wir unseren MitarbeiterInnen zur Verfügung stellen.

Am Anfang waren es drei Programme, inzwischen sind es schon acht. Fünf davon wurden von unserem neu geschaffenen E-Learning-Team entwickelt, das die Inhalte und die Anwendungen perfekt auf die Bedürfnisse der KollegInnen maßschneidert. Online und ortsungebunden können die TeilnehmerInnen die Module Schritt für Schritt absolvieren. Die Fortschritte werden dokumentiert, die Kurse können mit Zertifikat direkt am PC abgeschlossen werden.

Ausgezeichnet

Das KWP als Arbeitgeber überzeugt auch extern

Über gleich mehrere Auszeichnungen darf sich das KWP als Arbeitgeber freuen. Bereits im vergangenen Jahr ging das BEST-RECRUITERS-Siegel in Silber an die Häuser zum Leben. Dabei werden jährlich anhand von 233 Kriterien die Recruiting- Maßnahmen von Unternehmen in Österreich, Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein bewertet. Dieses Kunststück hat das KWP wiederholt – und sich im Ranking gleich noch ordentlich verbessert: In der Branchenwertung kletterten wir von Platz 7 auf Platz 4, im Gesamtranking von 558 großen Unternehmen Österreichs von Platz 97 auf Platz 63.

Als Top Company darf sich das KWP auf der Arbeitgeberbewertungsplattform kununu bezeichnen. Das Gütesiegel aufgrund der Bewertung von aktiven und ehemaligen MitarbeiterInnen wird seit 2015 vergeben. Im vergangenen Jahr hat das KWP den kununu-Score vier von fünf Sternen erreicht, die Weiterempfehlungsrate stieg von 83 auf 92 Prozent.

In der Bewertung der familienfreundlichsten Arbeitgeber Österreichs waren wir in der Branche Gesundheit/Soziales/ Pflege 2021 mit Platz 6 unter den Top 15 – ebenfalls eine Auszeichnung, die stolz macht.

Doch damit nicht genug: Mit dem Projekt „Regenbogen überm KWP“ zur Schaffung einer aktiv LGBTQI*-freundlichen, inklusiven Atmosphäre in unseren Häusern und Klubs haben wir 2021 in der Kategorie „Öffentlicher Sektor“ den Meritus-Award gewonnen.

Superkraft II

Wir sagen Danke!

Nach dem positiven Echo 2020 hat die KWP-Geschäftsführung auch im vergangenen Jahr mit der Aktion Superkraft Danke gesagt: Danke für das Engagement, für das Durchhalten während der enorm herausfordernden Pandemiezeit, für den Zusammenhalt untereinander und für den ungebrochenen Einsatz für das Unternehmen und – noch wichtiger – die BewohnerInnen und KlubbesucherInnen. Das traditionelle MitarbeiterInnenfest musste erneut abgesagt werden, die Mittel flossen in Superkraft II in Form von Gutscheinen für alle KollegInnen. Auch für die Ehrenamtlichen gab es eine Gutscheinaktion anlässlich des Tags des Ehrenamts im Dezember.

Praxis sammeln

Herzlich willkommen beim KWP-Praktikum

Pflege, Betreuung, Psychologie oder Gastronomie: SchülerInnen und Studierende, die ausprobieren wollen, wie diese Berufsbereiche in der Praxis funktionieren, sind beim KWP herzlich willkommen. In Kooperation mit Schulen, Ausbildungsstätten und Universitäten bieten die Häuser zum Leben Interessierten die Möglichkeit eines Praktikums. Im vergangenen Jahr nahmen 775 junge Menschen das Angebot an. Bei 763 Stellen handelt es sich um Pflichtpraktika. Besonders positiv ist die Steigerung im Vergleich zu 2020, wo insgesamt 477 Praktikumsplätze zugeteilt worden sind.

Neustart

Mehr Augenmerk auf Compliance

Mit einem organisatorischen Neustart wurde 2021 das Thema Compliance im KWP gestärkt. Seit Anfang 2022 ist die Materie in einer eigenen Abteilung mit einem Vollzeit-Compliance-Officer beheimatet und vom Bereich Recht getrennt. Schon bisher gelten in allen Bereichen des KWP strenge Compliance-Regelungen. Mit der Schärfung der Funktion und überarbeiteten Regelwerken wird das Bewusstsein der MitarbeiterInnen weiter gesteigert. Zudem wird die neue Abteilung die Einrichtung einer den EU-Richtlinien entsprechenden Whistleblower-Plattform vorbereiten. Diese ist ab Dezember 2022 für alle Unternehmen mit mehr als 250 MitarbeiterInnen verpflichtend. Damit schafft auch das KWP die Möglichkeit, dass MitarbeiterInnen das Unternehmen auf Fehler aufmerksam machen können.

Das Jahr in Zahlen