PensionistInnenklubs für die Stadt Wien

Wo Einsamkeit keinen Platz hat

Spaß und Bewegung in Gesellschaft

Singen, Tanzen, Sporteln, Plaudern, Spaß haben: In den PensionistInnenklubs für die Stadt Wien findet jede und jeder das Richtige für mehr Abwechslung im Leben. In den Wien-weit 150 Klublokalen und den unzähligen dort stattfindenden Veranstaltungen sowie bei den zahlreichen Ausflügen ist die Atmosphäre ungezwungen und locker. Entsprechend groß ist der Zulauf. Tausende Wiener SeniorInnen haben auch im vergangenen Jahr die Angebote der PensionistInnenklubs genützt – und sich aktiv am Programm beteiligt. Beim Nordic Walking Day im Prater ging es im September wieder besonders sportlich zu: Über 400 SeniorInnen machten sich in Sportleiberln und -hosen mit Stöcken auf die Jagd nach Spitzenplätzen in den Kategorien 60 plus, 70 plus und 80 plus. Der älteste Teilnehmer war stolze 93 Jahre alt! Da staunten sogar Sportstadtrat Peter Hacker und die ORF-Sportreporter- Legende Sigi Bergmann, der nicht nur moderierte, sondern auch selbst die Stöcke in die Hand nahm.

„Smensis“ auf der Überholspur: Mit Smartphone, WhatsApp & Co auf Du und Du

Die Digitalisierung macht vor den SeniorInnen nicht Halt. Die Wiener PensionistInnenklubs haben daher schon früh damit begonnen, ihren Mitgliedern den Umgang mit Smartphone, Tablet und PC näherzubringen. Die „Smensis“ – die smarten PensionistInnen – sind auf der Überholspur. Und: Neue Technologien können auch verbindend sein – generationenverbindend.

In der Schule der Technik (TGM) ist „Soziale Kompetenz“ mittlerweile im Stundenplan verankert. Eine inzwischen mehrjährige Kooperation mit den PensionistInnenklubs bringt Jung und Alt zusammen. Rund 120 SchülerInnen haben im vergangenen Jahr SeniorInnen im Umgang mit dem Computer geschult und unterstützt. Da lernt man voneinander und findet gleichzeitig neue FreundInnen.

Im ersten Halbjahr 2019 haben die Klubs zudem WhatsApp-Schulungen gestartet. Dabei erklärten ehrenamtliche MitarbeiterInnen den rund 100 TeilnehmerInnen den Umgang mit der Nachrichten-App. Dass Oma und Opa jetzt auch auf dieser Ebene mit ihnen kommunizieren können, freut auch viele Enkerl. Weitere rund 400 SeniorInnen nahmen im vergangenen Jahr bei den Tablet-Schulungen der PensionistInnenklubs teil, die in fast allen Bezirken stattfanden.

Wer keinen eigenen Computer zu Hause hat, findet den Zugang zum World Wide Web inzwischen in den meisten PensionistInnenklubs Wiens. Fast alle Sammelorte sind mit einem für alle zugänglichen PC mit Internet sowie mit öffentlichem WLAN ausgestattet.

Ein digitales Highlight ist „Paul“. Ja, „Paul“ ist ein Teddybär. Aber einer, der vieles kann – und vor allem hilfreich für ältere Menschen oder auch DemenzpatientInnen ist. „Paul“ wurde im Rahmen eines Forschungsprojekts des Practical Robotics Institute Austria in Kooperation mit der Technischen Universität Wien, dem TGM sowie den HTLs Donaustadt und Ottakring entwickelt und im PensionistInnenklub in der Schlagergasse erstmals präsentiert. Er hat einen Notruf-Knopf, kann Geschichten vorlesen, singen, Blutdruck messen, einfache Fragen beantworten und an Medikamenteneinnahmen erinnern. Noch ist „Paul“ ein Prototyp, er soll aber bald in Serie gehen.

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Das erste SeniorInnen-Musical startet durch Onkel Harry – Das erste Musical voller Wiener Oldies

Wiener Oldies gehören nicht zum alten Eisen, sie gehören auf die Bühne. Mit Onkel Harry, dem ersten SeniorInnen- Musical der Welt, wird die Generation 60 plus beweisen, wie viel Talent und Energie in ihr steckt. Rund 550 Oldies haben sich zum Casting gemeldet – mittels Auftritts vor der Casting-Kamera oder selbst hochgeladener Videos. Rund 100schafften den Weg in die Hauptcastings. Am Ende werden 30 DarstellerInnen ausgewählt, die bei den Vorstellungen im Theater Akzent – voraussichtlich ab Oktober 2020 – auf der Bühne stehen werden. Der Ansturm an talentierten SeniorInnen war so groß, dass parallel dazu eine Theatergruppe und ein Chor gegründet werden, wo jene zum Zug kommen, die beim Musical nicht dabei sein können. Talent kennt kein Alter.

Kennenlernen und – vielleicht – gemeinsam tanzen gehen: Mehr Gesellschaft und Spaß mit Speed Dating und Disco-Schiff

Wer noch auf der Suche nach dem richtigen Partner oder der richtigen Partnerin für gemeinsame Aktivitäten war, hatte 2019 gleich fünf Mal die Möglichkeit, bei einem der Speed-Dating-Events der PensionistInnenklubs die oder den Passende(n) zu finden. Knapp 1.000 SeniorInnen waren dabei, um sich bei einem Glaserl Sekt, Kaffee und Kuchen kennenzulernen und mitunter mehr Zeit miteinander zu verbringen.

Vielleicht sogar für einen Tanz auf den Wellen der Donau: Im Mai ist nämlich das SeniorInnen-Disco-Schiff – die DDSG Blue Danube – zum zweiten Mal in Wien ausgelaufen. Bei der Fahrt nach Greifenstein und zurück haben sich rund 340 SeniorInnen bei Hits von Helene Fischer bis Michael Jackson bestens amüsiert. Schon einen Monat vorher war das Disco-Schiff komplett ausverkauft. Das schreit geradezu nach einer weiteren Wiederholung.

The Golden Age: Ein Kalender zeigt die Schönheit des Alters

Ebenfalls vor die Kamera traten im vergangenen Jahr zwölf Frauen und Männer aus der Generation 60 plus. Sie sind die ersten Models des Kalenders „The Golden Age / Das goldene Alter“ von Fotografin Sarah Bruckner und Makeup- Artistin Denise Goban. Das Projekt der PensionistInnenklubs für die Stadt Wien zeigt die SeniorInnen kunstvoll geschminkt, körperbemalt und akzentuiert in Szene gesetzt. Ein Zeichen zur Wertschätzung der älteren Generation, das auf großes Echo gestoßen ist.

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Geschäftige, stille Zeit: Vor und zu Weihnachten ist in den Klubs immer etwas los

Märkte, gemeinsames Basteln, Singen und Tanzen oder einfach nur den Advent gemeinsam genießen: In der stillsten Zeit des Jahres ist in den Wiener PensionistInnenklubs immer etwas los. Allein beim Weihnachtskabarett mit Thomas Strobl waren bei zwei Terminen in den Häusern Penzing und Am Mühlengrund insgesamt rund 530 BesucherInnen dabei.

Ein voller Erfolg war auch der erste barrierefreie Adventmarkt im Haus Penzing. Mit besinnlicher Musik vom Schülerchor, vorzüglichem Punsch und Glühwein, Keksen und umfangreichem weihnachtlichem Angebot konnte man sich bestens auf das Weihnachtsfest einstimmen.

Das große Fest fand wie immer beim alljährlichen „Weihnachtlichen Beisammensein“ in allen 30 Häusern zum Leben statt. Am 24.12. luden die 30 Häuser zum Leben Wiener SeniorInnen zur gemeinsamen Feier ein. Bei besinnlicher Atmosphäre fanden fast 3.000 Menschen den Weg zu uns. Die zahlreichen Adventfeiern in den einzelnen Klubs und Häusern wurden ebenfalls sehr zahlreich besucht.

Verborgene Talente: Auf der „Offenen Bühne“ kann man zeigen, was man kann

Verborgene Talente jenseits der 60 sind auch auf der so genannten „Offenen Bühne“ der PensionistInnenklubs gefragt. Egal ob musikalische Einlage, Sketch, Kabarett oder Tanz: Wer zeigen will, wo ihre oder seine Talente liegen, ist hier genau richtig. Die kurzweiligen Shows sorgen für unterhaltsame Stunden – und den Talenten ist der begeisterte Applaus sicher.

Mitreden und Mitgestalten: KlubrätInnen innerhalb des SeniorInnenparlaments im Austausch

Was ist Ihnen wichtig? Wie können wir unsere Angebote gemeinsam gestalten oder erweitern? Diese Fragen stellen wir uns immer wieder. Und wir stellen sie unseren Mitgliedern und BesucherInnen, vertreten durch ihr Sprachrohr – die KlubrätInnen-, unter anderem beim 1. SeniorInnen-Workshop im Frühjahr 2019 im Haus Döbling. Dort wurden gemeinsam neue Ideen und Angebote erarbeitet.

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TeilnehmerInnen insgesamt bei Ausflügen

Das Jahr in Zahlen

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TeilnehmerInnen Tablet-, Smartphone-, PC- und WhatsApp-Schulungen

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TeilnehmerInnen Onkel-Harry-Casting

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TeilnehmerInnen Nordic Walking Day, Ältester Teilnehmer: 93 Jahre alt

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TänzerInnen am Disco-Schiff

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TeilnehmerInnen bei 5 Speed Datings

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TeilnehmerInnen beim Weihnachlichen Beisammensein in 30 Häusern

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BesucherInnen Weihnachtskabarett mit Thomas Strobl

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BesucherInnen Klubmesse für BetreuerInnen und KWP-MitarbeiterInnen

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TeilnehmerInnen Yoga im Grünen