Bauen mit Sinn und Vernstand

Sicher und wohlbehalten leben

Wie überall bescherte das Jahr 2020auch im Baubereich Überraschungen. Wo normalerweise behagliche, bestensausgestattete und stets topmoderneWohnumgebungen für ältere Menschengeplant, errichtet und saniert werden, galt es plötzlich, Isolierbereiche und Sicherheitsschleusen umzusetzen. Da zahlte sich die langjährige Erfahrung undjährliche Baupraxis aus. So wurde die Expertise rasch erworben. Mit technischem Verstand, Einfühlungsvermögen für die Bedarfe und Bedürfnisse der BewohnerInnen und dem Sinn fürs Wesentliche wurden schon bald alle Häuser zum Leben so sicher wie nur möglich eingerichtet. Doch das Kerngeschäft der Bauabteilung ruhte keineswegs.

Damit die Häuser zum Leben heute undin Zukunft lebenswert sind und bleiben, wird seit 60 Jahren unaufhörlich gebaut, saniert und modernisiert. Dabei entstehen neue Küchen, Klubräume, begrünte Dächer und Fassaden, Pflegestationen, Außenanlagen, Kindergärten, Markt.Plätze und Empfangsbereiche. Allein in den vergangenen zehn Jahrenwurden mehr als 400 Millionen Euro in 29 Großprojekte und weitere 150 Millionen in Instandsetzungen und kleinere Projekte investiert.

Neben einer altersgerechten, komfortablen, modernen und funktionalen Architektur stehen Nachhaltigkeit und die Belebung und Einbindung der Nachbarschaft durch offene, attraktive Begegnungszonen seit einigen Jahren ganz oben auf der Planungsliste. Bei der Erweiterung, Erneuerung und Optimierung der Häuser und Klubs haben die MitarbeiterInnen des Bereichs Bau immer die Bedürfnisse der SeniorInnen und die technischen Entwicklungen im Blick.

Immer mit dem Sinn fürs Wesentliche und dem Auge für die kleinen, feinen Details, die das Wohnen erst so richtig lebenswert machen. So entstehen bis heute Häuser zum Leben, Häuser zum Arbeiten und nicht zuletzt Häuser zum Wohlfühlen.

Gut geplant, mit Vision gebaut
Groß- und Kleinprojekte 2020

Trotz Krise, Ausnahmezustand und neuen Aufgaben konnte der Bereich Bau alle geplanten Vorhaben ohne Verzögerungen umsetzen. Mit der neuen Fassade, dem neuen Vorplatz und einem neuen stationären Bereich in der Zentrale im Haus Rossau wurde 2020 eine große Baustelle abgeschlossen. Im Zuge der im Vorjahr initiierten Maßnahmen gegen sommerliche Überhitzung wurde unter anderem eine energieeffiziente neue Klimaanlage installiert, die künftig in allen Räumen des Hauses angenehme Abkühlungverspricht. Mindestens genauso wertvoll und zudem ein Garant für gute Luft und urbane Artenvielfalt war die rund 80 Quadratmetergroße Fassadenbegrünung. Dafür wurden mehr als 2.500 frostharte Pflanzen in bis zu 16 Meter Höhe vertikal gepflanzt. Und die filtern seither jede Menge Feinstaub, mindern den Schall und wandeln CO2 in Sauerstoff um. So werden aus 184 Kilogramm CO2 pro Jahr 136 Kilogramm Sauerstoff. Nach zwei Jahren mit so manchem Lärm und Staub ist die Zentrale der Häuser zum Leben wieder zum Schmuckstück geworden. Die Kosten für die letzte Bauetappe beliefen sich auf rund 10 Millionen Euro.

 

Weiterhin im Plan ist die im Herbst des Vorjahres begonnene Generalsanierung des Hauses Schmelz, die 2021 fertiggestellt wird. Die laufende Neugestaltung kann sich sehen lassen. Sie beinhaltet: vier neue Tag.Familien, zwei stationäre Bereiche, einen Kindergarten, eine Küche, eine Tag.Betreuung sowie ein Rechenzentrum– und das so nachhaltig wie möglich. Kein Bauteil wird dabei zurückgelassen, jedes Material des Bestandsgebäudes auf Wiederverwertbarkeit geprüft. Durch die behutsame Vorgehensweise kann ein hoher Anteil eingesetzt werden. Hier wird nichts verschwendet.

Damit unsere Häuser immer auf dem neuesten Stand bleiben, wird laufend in die Modernisierung und Sanierung investiert. Für die beiden Projekte Haus Rossau und Haus Gustav Klimt wurden gesamt rund 22 Mio. Euro genehmigt.

Neben zwei neuen Stationen im HausRossau und drei Stationen (davon eineRemob-Station) im Haus Gustav Klimt wurde auch mit der Modernisierung von zwei Küchen in den Häusern Neubau und Hohe Warte begonnen. Weitere folgen in den kommenden Jahren. Es gibt immer was zu tun.